Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule e. V.
- Gesamtschulverband -
Landesverband Hamburg

Tätigkeitsbericht : Februar 2005 – Februar 2006

Des Landesvorstandes: Ulf Kahlke, Ulrike Kaidas-Andresen, Inge Noack, Jürgen Riekmann, Annegret Volkmann

Vorlage für die Mitgliederversammlung am 23. Februar 2006

 

Die Mitgliederversammlung am 22. Februar 2005 in der Gesamtschule Winterhude war bestimmt von Themen zur inhaltlichen Weiterentwicklung der Gesamtschule und zu ihrer möglichen flächendeckenden Einführung in Schleswig-Holstein. Zur inhaltlichen Weiterentwicklung berichtete Herr Butt-Otten über das Reformschul-Projekt an der Gesamtschule Winterhude und über die erwarteten Veränderungen der Schulstruktur in Schleswig-Holstein informierte Herr Hajo Hoffmann, der Vorsitzende der AfB in Schleswig-Holstein. Die inhaltliche Reformarbeit ist weitergegangen, mehrere Hamburger Gesamtschulen arbeiten und erproben neue Konzepte ( über einige haben wir im INFO 1/2005 berichtet).

Die Erwartungen zur Veränderung der Schulstruktur endeten mit der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Auf der heutigen Mitgliederversammlung diskutieren wir darüber, Wie wir uns als GGG in der Debatte zur Zweigliedrigkeit des Schulwesens in Hamburg positionieren wollen.

 

Der Vorstand ist im Berichtszeitraum neunmal zu Sitzungen zusammen gekommen. Folgende Schwerpunkte standen im Vordergrund: Das INFO;  die vorgesehene Oberstufenreform, die Mitarbeit im Aktions-Bündnis, Gespräch mit der Senatorin, der Norddeutsche Kongress 2006 in Hamburg, die Kontakte zur GGG-Bund, die Debatte zur Zweigliedrigkeit.

Das INFO konnte 2005 nur zweimal erscheinen. Im Mittelpunkt stehen die Berichte aus den Gesamtschulen, mit denen wir Geleistetes dokumentieren, aber auch Anregungen für mögliche Projekte geben wollen. Dabei soll es nicht nur um spektakuläre Vorhaben einzelner Gesamtschulen im Ausland gehen, sondern auch um die Pädagogik des Alltags. Die Initiative der Bundes-GGG zur Abschaffung der KMK-Differenzierungsauflagen haben wir unterstützt und wollen auch weiter darüber informieren, wie sich die Umsetzung im Unterricht im darstellt. Dazu wiederum sind wir auf die Unterstützung der Gesamtschulen angewiesen.

Zur Frage der von der Behördenleitung beabsichtigen Oberstufenreform haben wir Frau Elisabeth Ruessmann aus der BBS eingeladen. Die für das Schuljahr 2006/2007 angestrebte Einführung ist zunächst vertagt worden. Sie bleibt aber auf der Tagesordnung und da sie auch die künftige Gestaltung der Oberstufen der Gesamtschulen bestimmen wird, muss dieses Thema weiter verfolgt werden.

Die Mitarbeit im Aktions-Bündnis-Gesamtschule haben wir fortgesetzt. Größere Aktionen hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben. Die Plakataktion aber wurde fortgesetzt und auch ein neuer Flyer zur Information der Eltern erstellt. Für den Herbst 2006 ist eine neue Plakataktion gedacht. Geworben werden soll mit Portraits von Prominenten, die entweder selbst die Gesamtschule besucht haben oder mit ihr sympathisieren.

Die gute Zusammenarbeit mit der ARGE und dem Elternverein wurde fortgesetzt; Vorstandsmitglieder waren auf vielen Sitzungen der Arge vertreten.

Am 20. Oktober 2005 war der Vorstand zum Gespräch bei der Senatorin. Als Themen hatten wir vorgeschlagen: KMK-Vereinbarungen von 1982 und 1993, Ausstattung der Gesamtschulen, Ganztagsschulen, Kooperative Gesamtschulen. Die Antworten waren für uns unbefriedigend. Lediglich hinsichtlich einer Abschaffung der Auflagen der KMK zur äußeren Fachleistungsdifferenzierung zeigt sie Gesprächsbereitschaft. Aber weder bei der Ausstattung der Gesamtschulen noch bei ihrer Umstellung auf den Ganztagsbetrieb konnte etwas erreicht werden. Der Punkt Kooperative Gesamtschulen wurde fallen gelassen zu Gunsten des damals neueren Antrages der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Durchlässigkeit. Unserem Hinweis, dass die Begründungen in diesem Antrag eigentlich zur Einführung der Gesamtschule führen müssten, konnte sich die Senatorin nicht anschließen.

Auf mehreren Vorstandssitzung haben wir uns mit der Vorbereitung des Norddeutschen Kongresses vom 21. bis 23. September in Hamburg befasst. Der Kongress soll in der Rudolf-Ross-Gesamtschule stattfinden und einen bildungspolitischen Schwerpunkt haben. Einzelheiten müssen noch mit den Vertretern der beteiligten Landesverbände abgesprochen werden. Dann beginnt die eigentliche Vorbereitungsarbeit, bei der wir auf Unterstützung aus der Mitgliedschaft hoffen.

Die Zusammenarbeit mit der Bundes-GGG lief  wie in den vergangenen Jahren. Wir waren auf dem Bundeskongress im September 2005 in Kleinmachno, haben an zwei ( ?) Hauptausschusssitzungen teilgenommen, beteiligen uns an der Verbreitung des Heftes 56 der Blauen Reihe „Gesamtschulen weiter entwickeln“.

Den Schwerpunkt der letzten Zeit bildete neben der Vorbereitung des Norddeutschen Kongresses die Debatte um die Zweigliedrigkeit. Wir wollen mit den bildungspolitischen Sprechern aller Bürgerschaftsparteien Gespräche führen. Das Gespräch mit Frau Britta Ernst (SPD) hat bereits am 24.01.2006 stattgefunden. Auch die SPD strebt eine Zweigliedrigkeit an. Klärungsbedürftig noch, welche Rolle die Gesamtschulen in diesem neuen System spielen sollen und können.

 

 

 

 

 

 



 

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