Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule e.V.-
- Gesamtschulverband -
Landesverband Hamburg

Pressemitteilung zur Wahl des neuen Bildungssenators

Hamburg, 26.11.2003

Der neue Hamburger Bildungssenator Reinhard Soltau (FDP) hat im Vorfeld seiner Wahl verkündet, dass er die Arbeit seines zurückgetretenen Vorgängers Rudolf Lange (FDP) fortsetzen werde. Dieser habe mutig, zügig und konsequent die nötigen Reformen in der Schulbehörde auf den Weg gebracht.
Der Gesamtschulverband, GGG Hamburg, fordert den neuen Bildungssenator auf, sich diese auf den Weg gebrachten "Reformen" genau anzusehen.
Sie sind nicht geeignet, den Hamburger Schulen die Chance zu geben, die bei der internationalen PISA-Untersuchung sichtbar gwordenen Defizite auszugleichen. Exsenator Lange hat u.a. mit dem neuen Schulgesetz, den Bildungsplänen und den Ausbildungsordnungen eine schärfere Abgrenzung der Schulformen voneinander herbeigeführt. Dieser Weg ist nach einhelliger Auffassung vieler Wissenschaftler, Eltern- und Lehrerverbände und Wirtschaftsvereinigungen und auch politischer Parteien falsch. Er fördert nicht die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, er erschwert sie. So werden Schüler und Schülerinnen nicht gefördert, sondern durch Sitzenbleiben und Abschulungen entmutigt, ihre Leistungsfähigkeit voll zu entwickeln.
Darüber hinaus hat Exsenator Lange die Integrierten Gesamtschulen, die als einzige Schulform optimale Voraussetzungen für eine Förderung aller Schüler und Schülerinnen bieten, durch überproportionale Mittelkürzungen und restriktive Verwaltungsanordnungen erheblich beeinträchtigt..
Der Erfolg der Volkspetition hat eindrucksvoll sichtbar werden lassen, dass Exsenator Lange eine Bildungspolitik gegen alle Schüler und Schülerinnen, Eltern und Lehrer und Lehrerinnen betrieben hat.
Die GGG fordert den neuen Senator Reinhard Soltau auf, endlich Bildungspolitik für alle Kinder dieser Stadt zu machen, sich auch für Schülerinnen und Schüler an Integrierten Gesamtschulen einzusetzen und deshalb Folgendes durchzusetzen:

  • Rücknahme der überhöhten Kürzungen im Personalbestand der Gesamtschulen.
  • Rücknahme der Behördenentscheidung bei einigen Gesamtschulen nach der Anmelderunde keine Umorientierung zuzulassen und dadurch diese Gesamtschulen auszutrocknen.
  • Stärkeren Ausbau der Integration in den allgemeinbildenden Schulen und damit die Anerkennung der Leistungsfähigkeit der Integrierten Gesamtschulen.

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