Gemeinnützige
Gesellschaft
Gesamtschule e. V.
-  Gesamtschulverband  -

Landesverband Hamburg


PRESSEMITTEILUNG ZU DEN LAUFENDEN KOALITIONSVERHANDLUNGEN

Hamburg, d. 1.4.08

Der Gesamtschulverband begrüßt die geplante Verlängerung der gemeinsamen Lernzeit aller Kinder. Dies gilt unabhängig von allen Vorbehalten gegen die aus unserer Sicht noch völlig unzureichende Umsetzung des Zieles einer Schule für alle Kinder und Jugendlichen.

Bei der Einführung dieses in den Koalitionsverhandlungen diskutierten Vorhabens muss allerdings gewährleistet werden, dass die erfolgreiche Arbeit der Gesamtschulen durch die organisatorischen Veränderungen nicht gefährdet werden darf. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass alle Kinder, unabhängig davon, an welcher Schulform die zukünftigen fünften und sechsten Klassen räumlich angegliedert sein werden, ihren jeweiligen Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Dazu gehören  beispielsweise die an den Gesamtschulen praktizierten Formen der klasseninternen Differenzierung ebenso wie fächerübergreifendes Lernen, projektorientiertes Lernen und Lernwerkstätten.

Auch andere Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit an Gesamtschulen wie das soziale Lernen müssen in Zukunft in allen fünften und sechsten Klassen Beachtung finden.

 

Beim Übergang von Jahrgangsstufe 6 nach Jahrgangsstufe 7 muss auch bei einem Wechsel an einen anderen Schulstandort eine rechtzeitige und angemessene Beratung über das Wahlpflichtangebot stattfinden, so dass eine fundierte Wahl der Wahlpflichtfächer erfolgen kann.

 

Schließlich muss gewährleistet sein, dass nach einer Aufteilung der Schülerschaft nach Jahrgangsstufe 6 aufnehmende Gymnasien keine Schüler mehr an eine andere Schulform abgeben dürfen.

 

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